MAI Recycling

Koordinator

Dr. Siegfried Kreibe

Projektvolumen

3,2 Millionen

Laufzeit

01.07.2012 bis 30.06.2015

Projektpartner
  • bifa Umweltinstitut GmbH
  • Audi AG
  • BMW AG
  • Neenah Gessner GmbH
  • Fraunhofer Institut für Bauphysik
  • SGL Carbon GmbH
  • Siemens AG
  • Voith Composites GmbH & Co. KG

CFK Recycling – Schlüssel für den ökologischen Durchbruch

Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) sollen zukünftig aufgrund ihres enormen Leichtbaupotenzials in vielfältigsten Bereichen und in deutlich stärkerem Maße als bisher zum Einsatz kommen. In vielen Industriezweigen und Bereichen unseres Lebens werden deshalb immer größere Mengen an CFK-Werkstoffen anfallen. Diese liegen zum Teil als Monofraktionen, als gemischte Abfälle oder als Mischmaterial mit Glasfasern und/oder Metalleinlagen vor.

Eine automatisierbare Recycling-Prozesskette, die alle notwendigen Verfahrensschritte, wie die Demontage, Sortierung und eventuelle Zerkleinerung der anfallenden CFK-Teile sowie die Freilegung, Aufbereitung und Wiederverwendung der Carbonfasern in einer Größenordnung von mehreren tausend Jahrestonnen und darüber umfasst, ist nicht verfügbar.

Ziel des Leitprojekts MAI Recycling ist es daher, eine durchgehende Recycling-Prozesskette ausgehend vom Produktionsausschuss bzw. von Mischmaterialien bis hin zur aufbereiteten Carbonfaser, die für die Weiterverwendung in unterschiedlichen Produkten geeignet ist, aufzubauen. Dazu sollen im Rahmen des Vorhabens verschiedene Verfahren, wie beispielsweise die Aufspaltung bei hohen Temperaturen (Pyrolyse) als mögliche Recyclingverfahren eingesetzt, näher untersucht und optimiert werden. Anschließend wird die recycelte C-Faser hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften untersucht, klassifiziert und aufbereitet, wofür Methoden zur Qualitätssicherung innerhalb des Vorhabens entwickelt werden. Für die recycelten Carbonfasern gilt es, Anwendungen in Produkten zu realisieren die sowohl eine hohe ökologische als auch ökonomische Wertschöpfung erbringen. Das Vorhaben trägt damit wesentlich dazu bei, die Qualität der Recyclingprodukte zu verbessern und langfristig Recycling-Prozesse zu industrialisieren.

Abbildung: Wiedergewonnene C-Fasern

(Quelle: bifa Umweltinstitut GmbH)

Die großtechnische Einführung des CFK-Recyclings führt in Kombination mit einer geeigneten Sammellogistik zu wesentlichen Energie- und Ressourceneinsparungen. Damit leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zu den Clusterzielen, nachhaltige und effiziente Prozesse für CFK-Werkstoffe zu erarbeiten und zu etablieren.