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Info

10. September 2019

STFI bietet Schülern vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten – Vom Textillaboranten bis zum Produktionsmechaniker Textil

Recruiting und Personalmarketing werden auch in der Textilbranche immer wichtiger. Die Anzahl an Ausbildungsplätzen ist sehr hoch, die Zahl der Bewerber hat sich aber im Vergleich dazu in den letzten Jahren stark verringert. Die Möglichkeiten der Nachwuchsgewinnung sind vielseitig: Auf Jobmessen kann sich jeder Arbeitgeber bestmöglich präsentieren, Print- und Onlineanzeigen versprechen hohe Reichweiten, Social Media Recruiting ist angesagter Trend. Die Herausforderung, mögliche Azubis für die angebotenen Ausbildungsberufe zu finden, ist trotz dieser Marketingwerkzeuge sehr groß. Die Attraktivität eines Berufes ist nicht selten schwer vermittelbar, oft fehlt den jungen Menschen der konkrete Bezug zum Berufsbild und welche spannenden Arbeiten damit verbunden sind. Hinzu kommt mangelndes Interesse aufgrund des negativen Images, das der Textilbranche nach wie vor anhaftet. Textil gilt als langweilig, angestaubt und schlecht bezahlt.

Um das Gegenteil zu beweisen und Schülern zu zeigen, was alles in (technischen) Textilien steckt, hat sich das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. (STFI) ein besonderes Konzept für die Durchführung von Schülerpraktika ausgedacht: Mit Erfolg!

„Rucksackprojekt“ schafft allgemeinen Überblick zu Ausbildungsberufen

Das Sächsische Textilforschungsinstitut deckt in seinen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten das breite Spektrum der technischen Textilien ab. Das Angebot an Ausbildungsberufen ist dementsprechend vielfältig: Das STFI bildet Textillaboranten (m/w/d), Chemielaboranten (m/w/d), Produktveredler (m/w/d) sowie Produktionsmechaniker Textil (m/w/d) aus und kann dabei auf erfahrene Ausbilder zurückgreifen.
Um den Schülern einen bestmöglichen Überblick über die vielseitige Arbeit mit technischen Textilien am Institut zu geben, bringen die Ausbilder seit kurzem ein neues Konzept zur Anwendung. Die Praktikanten haben die Möglichkeit, an verschiedenen Stationen zu arbeiten und bekommen somit Einblicke in die Schwerpunkte aller Ausbildungsberufe am STFI. Dabei gehen sie selbst auf Tuchfühlung. Am Beispiel eines gestrickten Rucksacks wird in kleinen Gruppen von 4 - 6 Personen in den verschiedenen Technika entlang der textilen Kette gearbeitet. Von der Faser bis zum individuellen Endprodukt, welches am Ende mit nach Hause genommen werden kann, lernen die Schüler die textile Welt aus nächster Nähe kennen.

Das „Rucksackprojekt“ startet bei den Web- und Maschenwaren. Dort lernen die Praktikanten, wie man ein Gestrick an der Rundstrickmaschine fertigt, Bänder webt und Schnüre flechtet. An den Maschinen werden die Grundbestandteile des Rucksacks geschaffen. Im weiteren Verlauf erfahren sie im Bereich der Veredlung, wie aus einem einfachen „farblosen“ Rundgestrick mithilfe von verschiedenen Beschichtungsverfahren und Systemen ganz individuelle, funktionelle Textilien geschaffen werden.

Anschließend können die Praktikanten ihr beschichtetes Substrat noch weiter individualisieren, indem sie mit dem UV-Laser oder Inkjet-Drucker ganz eigene Bilder darauf aufbringen. Am CO2-Lasercutter bekommt der Rucksack dann schon allmählich eine erste Kontur. Um aus den einzelnen Teilen ein Ganzes zu gestalten, lernen die Praktikanten das Nähen mit der Maschine und können nun auch die anderen angefertigten Teile (Bänder und Schnüre) mit dem bereits veredelten Gestrick zusammenführen. Der fertige Rucksack muss natürlich zum Abschluss noch im textilphysikalischen und chemischen Labor untersucht werden. Hier werden z. B. die Fadendichte und das Zugverhalten überprüft. Der pH-Wert und Formaldehydgehalt wird ebenfalls untersucht.

„Insgesamt geht es darum, den Schülern während eines Schüler- oder freiwilligen Praktikums einen Einblick in die von uns angebotenen Ausbildungsberufe zu geben. Sie sollen selbst Hand anlegen und sich Gedanken machen, kreativ werden und in Interaktion mit den anderen Teilnehmern sowie den erfahrenen Mitarbeitern treten und am Ende der Woche stolz auf ihr eigengefertigtes Produkt sein.“ umschreibt Denise Braun, Laborantin am STFI und eine der Ausbilderinnen, das Ziel des Projektes.

Die neue Vorgehensweise bei den Praktika stößt auf sehr positives Feedback bei den Schülern – mit dem Ergebnis einiger Bewerbungen auf die angebotenen Ausbildungsplätze am Institut. Schüler, die an einem Praktikum am Sächsischen Textilforschungsinstitut interessiert sind, können sich jederzeit über das Kontaktformular der Webseite www.stfi.de melden. Auf der Webseite finden Sie außerdem die derzeit offenen Ausbildungsplätze und Stellenangebote.

Praktikanten stellen am Sächsischen Textilforschungsinstitut (STFI) einen selbst gefertigten Rucksack her. So lernen Sie alle angebotenen Ausbildungsberufe des Institutes kennen. (Bild: © STFI)

Die Praktikanten arbeiten an verschiedenen Stationen entlang der textilen Kette (hier in der Produktveredlung), um ein individuelles Produkt herzustellen. (Bild: © STFI)

Die Praktikanten arbeiten an verschiedenen Stationen entlang der textilen Kette (hier in der Produktveredlung), um ein individuelles Produkt herzustellen. (Bild: © STFI)

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