MAI CARBON

01. Dezember 2014

Zwei weitere Projekte des Spitzenclusters MAI Carbon gestartet: Kick-off für „MAI Qfast“ und „MAI Green“

München/Meitingen. Das Spitzencluster MAI Carbon startete Ende November 2012 zwei weitere Projekte: Im Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW in München fand die Kick-off-Veranstaltung von „MAI Qfast“ statt. Bei SGL Carbon in Meitingen trafen sich die Partner von „MAI Green“ zum ersten Mal.

Im Projekt „MAI Qfast“ werden die Verfahren, Werkstoffe und Prozesse von Injektions- und Pressverfahren betrachtet. Ziel des Projekts, das mit einem Gesamtbudget von 2,1 Mio. Euro ausgestattet ist, ist die vergleichende Betrachtung von Injektions- und Pressverfahren anhand eines generischen Bauteils. Bei den Injektionsverfahren werden Epoxidharze, Polyurethan und „Guss-Polyamid“ verarbeitet, während bei den Pressverfahren u.a. mit SMC und thermoplastischen Endlosfaserhalbzeugen gearbeitet wird. „MAI Qfast“ läuft bis Ende 2014. Partner des Projekts sind Audi und BMW, BASF sowie das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) und Krauss Maffei, wobei letzterer assoziierter Partner ist.
Bei der Auftaktsitzung von „MAI Qfast“ wurden vier Arbeitspakete festgelegt: Paket eins umfasst die Konzeptphase, Paket zwei die Konstruktion und Auslegung der Demonstratorstruktur, Paket drei die Fertigung und die Prozesse der betrachteten Strukturen und Paket vier beinhaltet vor allem die Themen mechanische Bewertung der eingesetzten Faser-Matrix-Kombination anhand der Vergleichsstruktur sowie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der eingesetzten Prozesse.

Die Kick-off-Veranstaltung von „MAI Green“ fand bei SGL Carbon in Meitingen statt. Das Unternehmen ist neben UPM-Kymmene und der Universität Augsburg (Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung, AMU) Partner des Projekts, das über ein Gesamtbudget von 2,9 Mio. Euro verfügt. Bis Ende September 2014 soll im Rahmen von „MAI Green“ zum Thema „Kosteneffizienz von Carbonfasern auf PAN- und Ligninbasis“ geforscht werden. Damit könnte zum einen ein Weg zu einer preiswerteren Herstellung von Carbonfasern geebnet werden, zum anderen ein umweltfreundlicher und ressourceneffizienter Rohstoff statt der bisher verwendeten Kunststoffe auf Rohölbasis eingesetzt werden. Auch für das Projekt „MAI Green“ gibt es verschiedene Arbeitspakete, die sich mit der Ligninanalyse und Bemusterung, der Analyse und Bewertung der Carbonfasern, der Aufklärung von Mechanismen der Stabilisierung sowie der Topografie der Carbonfasern befassen.
„Die Projekte greifen an ganz unterschiedlichen Stellen der Prozesskette an, aber sowohl das Verständnis über die Einsatzeigenschaften der Materialien, als auch die Verbesserung der CO2-Bilanz sind entscheidend, um die Carbonfaser zum Werkstoff der Zukunft zu machen“, fasst Tjark von Reden zusammen, der alle Projekte im Spitzencluster MAI Carbon steuert.


Im Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW in München trafen sich die Projektpartner zur Kick-off-Veranstaltung von „MAI Qfast“.

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