MAI CARBON

10. September 2012

Spitzencluster MAI Carbon: Start der Leitprojekte MAI Recycling und MAI Plast

Augsburg. Ende Juli wurde der Startschuss für zwei weitere Projekte des Spitzenclusters MAI Carbon gegeben: Das Kick-off-Meeting von MAI recycling fand bei der bifa Umweltinstitut GmbH in Augsburg statt, MAI plast startete in Garching bei München.

Ziel des Leitprojekts MAI recycling, das von der bifa GmbH zusammen mit der SGL Carbon GmbH koordiniert wird, ist die Entwicklung einer durchgehenden CFK-Recycling-Prozesskette, um wiederaufbereitete Carbonfasern von hoher Qualität zu erhalten, die für die Weiterverwendung in unterschiedlichen Produkten geeignet sind. Mit der großtechnischen Einführung eines CFK-Recyclings sollen in Kombination mit einer geeigneten Sammellogistik wesentliche Energie- und Ressourceneinsparungen erreicht werden.
Am Erreichen dieses Ziels arbeiten in MAI recycling acht Unternehmen. Die Projektgruppe setzt sich aus zwei Forschungspartnern, die bifa Umweltinstitut GmbH (Augsburg) und dem Fraunhofer Institut für Bauphysik (Valley), sowie sechs Industriepartnern zusammen (in alphabetischer Reihenfolge): den beiden Fahrzeugherstellern Audi AG (Ingolstadt) und BMW Group (München), dem Spezialpapierhersteller Neenah Gessner GmbH (Bruckmühl), der SGL Carbon GmbH (Spezialchemie, Meitingen), der Siemens AG (Elektrotechnik, Energie- und Medizintechnik, Erlangen) und dem Anlagenhersteller Voith Composites GmbH & Co.KG (Garching).
Das Projekt MAI recycling untergliedert sich in vier aufeinander aufbauende Arbeitspakete, die von den Projektpartnern über den Förderzeitraum von drei Jahren bearbeitet werden. Kern des Kickoff-Meetings war die Vorstellung der Teilvorhabenziele der einzelnen Projektpartner und ihrer Aufgaben im Projektverlauf. Des Weiteren wurde eine Strukturierung des ersten Arbeitspaketes vorgenommen, welches sich mit der Konzeptentwicklung effizienter Recycling-Prozessketten für CFK beschäftigt. Mit der Festlegung der Arbeitsgruppen und der jeweils hauptverantwortlichen Projektpartner wurde der Grundstein für eine kooperative, effiziente und erfolgreiche Projektarbeit gelegt.
Bis Mitte 2013 wird das erste Arbeitspaket abgeschlossen sein. Innerhalb dieses Zeitraums werden von den Projektpartnern verschiedene Trennverfahren auf ihre Eignung zur Freilegung der Carbonfaser getestet und die Sortierung, Klassifizierung sowie die Aufbereitung und Veredelung der recycelten Carbonfaser konzeptualisiert, um im darauffolgenden Arbeitspaket entsprechende Technologien zu entwickeln und zu optimieren.
MAI plast hat sich die Entwicklung einer kosteneffizienten Verarbeitungstechnologie zur automatisierten Prozessierung von thermoplastischen Hochleistungsverbundwerkstoffen für Großserienanwendungen zum Ziel gesetzt. Partner des Leitprojekts sind die BASF AG, BMW, EADS IW, Eurocopter, KraussMaffei, Kuka, Premium Aerotec, SGL Carbon, Siemens, Tec-Knit, Thermoplast Composite, Voith Composites, das DLR Augsburg, die Hochschule Augsburg, der Lehrstuhl für Carbon Composites (LCC) an der TU München sowie die Universität Augsburg. Bei der Auftaktsitzung in Garching wurden vier Arbeitsgruppen gebildet, die unter der Leitung von Audi, Eurocopter und dem LCC stehen. Die Arbeitsgruppen stehen unter den Überschriften: „Vom Tape zum Bauteil“ (Audi), „Vom Hybridgarn zum Bauteil“ (Audi), „Luftfahrtbauteile aus endlosfaserverstärkten Hybridgarnen“ (Eurocopter) sowie „Thermoplastische Fiberplacement- und Tapelegeprozesse für Großserienanwendungen“ (LCC). Das Projekt MAI plast umfasst ein Gesamtvolumen von knapp einer Million Euro, 50 Prozent davon werden aus Bundesmitteln finanziert.

Das Kick-off-Meeting des MAI Carbon-Leitprojekts MAI recycling fand bei der bifa Umweltinstitut GmbH in Augsburg statt.


Dr. Andrea Geschewski vom Projektträger Jülich hielt zum Start des Projekts in Garching einen Einführungsvortrag zur Administration des MAI Carbon-Leitprojekts MAI plast.

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