MAI CARBON

31. Januar 2015

Dem Lehrstuhl für Carbon Composites der TU München wurde der Innovationspreis 2015 der AVK in der Kategorie "Forschung&Wissenschaft" verliehen

Formadaptive Crashstrukturen steigern maßgeblich die Leistungsfähigkeit von sicherheitsrelevanten Fahrzeugstrukturen mittels aktiver Geometrieänderung. Die Crashperformance wird durch die Verbesserung der Energieaufnahme und die Reduktion des Strukturgewichts erhöht.

Im Mittelpunkt der Neuerung steht ein formadaptiver Seitenaufprallträger aus CFK, der mit Hilfe von hochdynamischer Innenbedruckung seine Querschnittsgeometrie und seine Steifigkeitseigenschaft ändern kann. Innerhalb von 0,0057 Sekunden ändert der Seitenaufprallträger nach der Aktivierung seine Form.

Die Fähigkeit der definierten Geometrieänderung wird durch das Hybrid-Matrix-Design ermöglicht, bei dem lokal elastomere und duroplastische Matrixwerkstoffe in den kontinuierlichen Faserverbund eingebracht werden. Dies geschieht mittels der neuartigen Hybrid-Matrix-Prozessierung, bei der in einem Co-Infiltrationsprozess die unterschiedlichen Matrixmaterialien gleichzeitige Verarbeitet werden und ein definierter Matrixübergangsbereich im Co-Curing realisiert wird. Diese innovative Gestaltungs- und Fertigungsphilosophie für Faserverbundbauteile eröffnet neue Möglichkeiten bei der Funktionalisierung und der effizienten Auslegung von faserverstärkten Hochleistungsstrukturen.


Abb.1: Konzept und Design des formadaptiven CFK Seitenaufprallträgers / Concept and Design of the Shape Adaptive CFRP Crash Structure


Abb.2: Formadaptiver CFK Seitenaufprallträger im Hybrid-Matrix-Design / Shape Adaptive CFRP Crash Structure in Hybrid-Matrix-Design

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