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    Carbon Composites e.V. (CCeV)

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Racket-/Schläger- bzw. Ballsportarten

Carbonschläger gehören im Hockey, Tennis, Badminton und Squash heute fraglos zum Angebotssortiment. Ihre Beliebtheit ist mit Zahlen leicht erklärbar, ein robuster zuverlässiger Alu-Carbon-Badmintonschläger etwa wiegt ohne Saiten 90 Gramm und selbst ein gleichartiges, mit 185 Gramm doppelt so schweres Squash-Allround-Racket fällt kaum ins Gewicht.
Im Tischtennis geht Carbon eine ansprechende Verbindung mit Holz ein. Die Carbowood-Technologie eines Herstellers sorgt mit einem carbonfaserverstärkten Schlägerblatt „für einen größeren Sweet-Spot, geringere Vibration und erhöhte Treffsicherheit“, attraktiv für Profi- wie für Hobbyspieler.
Auch wer sich für in Europa weniger bekannte Sportarten wie Lacrosse begeistert, schätzt Carbon als Schlägermaterial. Ein Fall für sich ist Carbon im Cricket. Im Jahr 2005 verstärkte ein Hersteller den ursprünglichen Rohr-Weide-Schläger innen mit einem Carbon-Polymer. Doch das Internationale Cricket Council (ICC) verbot diesen neuartigen Schläger kurz darauf als ‚unfair‘, weil er einerseits kraftvollere Schläge ermöglichte, andererseits aber nicht allen Spielern weltweit zur Verfügung stand. Eine Entscheidung, die in der Cricket-Welt durchaus kontrovers diskutiert wurde. Ebenfalls ‚kassiert‘ wurde ein gleichermaßen im Jahr 2005 eingeführter leichter Cricketschlägergriff aus Carbon. Um zu verhindern, dass der Cricket-Ball dadurch zu weit geschlagen wird, darf ein Griffstück seitdem nur aus Rohr und maximal zehn Prozent ‚Fremdmaterial‘ wie Carbon bestehen.

Radsport

Wie geschaffen für die Anwendung des leichten Carbon ist der Radsport. Mountainbiker, Straßen- und Hallenfahrer schätzen die nur wenige Kilogramm schweren bzw. leichten Räder gleichermaßen. Im Gelände überzeugt der Gewichtsvorteil von MTBs mit Carbonrahmen und -ausstattung spätestens auf Tragestrecken. Und wer sich bei rasanter Bergabfahrt über Stock und Stein auf seine Ausrüstung hundertprozentig verlassen können muss, wählt gern einen zuverlässigen Carbon-MTB-Lenker. Gleiches, wenn auch unter veränderten Vorzeichen in anderer Umgebung, gilt auf der Straße und in der Halle. Um die sieben Kilogramm wiegt ein modernes Carbon-Rennrad, Tendenz weiter fallend. Radprofis wie die Vize-Europameisterin und Olympiateilnehmerin Ricarda Lisk oder der Triathlet Philipp Mock jedenfalls schwören auf das leichte Edelmaterial.
Tröstlicher Tipp für Freizeitsportler: Selbst wenn es nicht gleich ein ganzer Carbon-Rahmen sein kann, steht so gut wie jedes Bauteil eines Fahrrads auch in edelschwarzem Carbon zur Verfügung: Lenker, Vorbau, Gabel, Sattelstütze, Sattel, Fußrasten, Vorder- und Hinterrad-Nabe … – am Rad gibt es (fast) nichts, was nicht in Carbon zu haben wäre.

Schießsport

Seit Ende der 1980er, Anfang 1990er Jahre ist Carbon als Material für Pfeilschäfte unter Bogenschützen bekannt. Seitdem hat es wegen seiner hervorragenden Flugeigenschaften Aluminium- oder gar Holzpfeile so gut wie verdrängt, auf jeden Fall im Wettkampfsport der Recurve- und Compound-Schützen. Auch Stabilisatoren und Visiere aus Carbon bewährten sich schon früh in der Praxis. Mit diesen guten Erfahrungen im Hintergrund hatten es Griffschalen und Mittelstücke aus Carbon, später auch Composite-Wurfarme vergleichsweise leicht, sich im Bogensport durchzusetzen.
Auch für die Sportgeräte von Gewehrschützen stehen leichte, präzise gearbeitete Carbon-Teile zur Verfügung. So fühlt sich etwa eine Backenauflage aus Carbon in einer Schaftbacke beim Auflegen angenehm weich und eher warm an. Schützen berichten, dass es ihnen dadurch sensorisch deutlich leichter fällt, den Kopf immer genau gleich aufzulegen, was die Trefferquote erhöht.

Wassersport

Ein weites Feld ist der Einsatz von Carbon im Wassersport. Viel Platz nimmt hier von jeher der Bootsbau ein. Eine Hülle aus carbonfaserverstärktem Kunststoff macht Kanus, Kayaks, Ruder- und Segelboote leicht und wendig. Hier sind die Weichen klar auf CFK gestellt, es stehen bereits die nächsten Schritte an. So entwickelte zum Beispiel Dr. Gary Leeke, Professor für Chemical Engineering an der britischen Universität von Birmingham mit seinem Team ein CFK-Zweier-Kayak mit nur zwei bis drei Millimeter dicken Wänden aus recyceltem Carbonfasern, die aus Abfällen der Raumfahrtindustrie gewonnen worden waren. Seine Feuertaufe bestand das neuartige Boot Ostern 2016 blendend beim ehrwürdigen, 125 Meilen langen Devizes to Westminster Canoe Race (DWCR) auf der Themse.
Ebenfalls prädestiniert für die Ausführung in Carbon sind Ruder und Paddel, die Gestelle beim Kitesurfen sowie, ganz groß, Windsurf- und Surfbretter.
Ein wenig überraschend mag dagegen der Einsatz von Carbon beim Schwimmen sein. Doch die neueste Generation von Badekleidung und Powersuits für Wettkämpfe wirbt mit einem einprozentigen Carbonanteil, der volle Elastizität und damit Bewegungsfreiheit bei gleichzeitiger funktioneller Haltungsunterstützung verspricht.